Wann eine Beiladung die richtige Wahl ist
Drei Fälle treten regelmäßig auf: Ein Student zieht mit einem halben Zimmer nach Köln oder Bonn. Eine Erbschaft muss von Moers nach Hamburg. Oder jemand kauft gebraucht und holt das Stück nicht selbst.
Die Grenze liegt bei etwa hundert Kilometern. Darunter ist eine normale Fuhre meist günstiger, weil die Fahrzeit kurz ist und keine Wartezeit auf eine passende Tour entsteht. Düsseldorf mit sechsunddreißig Kilometern fahren wir direkt, Hamburg mit dreihundertsechsundachtzig als Beiladung.
Was eine Beiladung an Freiheit kostet
Sie wird günstiger, weil sie sich einer anderen Tour anpasst - und das heißt: Sie bestimmen den Tag nicht. Wir nennen ein Zeitfenster von meist zwei bis fünf Werktagen für die Abholung und eines für die Lieferung.
Wer einen festen Tag braucht, weil der Schlüssel übergeben wird, bucht besser eine eigene Fuhre. Wer flexibel ist, spart gegenüber dem Fernpreis deutlich.
- Abholung in einem Fenster von zwei bis fünf Werktagen
- Lieferung in einem zweiten Fenster danach
- Sie werden am Vortag mit einer Uhrzeit angerufen
- Feste Tage gibt es gegen Aufpreis als eigene Fuhre
Wie die Menge berechnet wird
Gerechnet wird nach Kubikmetern, und zwar nach dem Platz, den die Ladung im Wagen braucht - nicht nach Gewicht. Ein Sofa belegt zwei bis drei Kubikmeter, ein Kleiderschrank zerlegt rund anderthalb, zehn Umzugskartons knapp einen.
Deshalb lohnt sich Zerlegen bei einer Beiladung doppelt: Ein zerlegter Schrank kostet weniger Platz und damit weniger Geld. Wer selbst zerlegt, spart die Montagestunde dazu.
Eine Folge davon überrascht viele: Leichtes und Sperriges kostet mehr als Schweres und Kleines. Ein Sessel und eine Matratze nehmen zusammen fast so viel Raum ein wie zwanzig Bücherkisten, die ein Vielfaches davon wiegen. Wer Luft mitschickt, bezahlt Luft. Deshalb lohnt es sich, die Hohlräume der eigenen Stücke zu nutzen: Wäsche in den Schrankkorpus, Bücher in die Kiste, die ohnehin halb leer bleibt, Handtücher als Polster zwischen Glas und Rahmen. Das senkt die Kubikmeter messbar, und die Kubikmeter sind hier der Preis.
Warum eine Beiladung anders verpackt sein muss als eine Fuhre
Eine eigene Fuhre wird einmal beladen und einmal entladen. Eine Beiladung teilt den Laderaum mit fremden Sachen, wird unterwegs umgesetzt, und zwischen Abholung und Lieferung liegen in der Regel mehrere Tage. Jedes Stück muss deshalb für sich allein standfest sein und darf nicht darauf angewiesen sein, dass daneben etwas Bestimmtes steht. Was in einer vollen Fuhre von den Nachbarstücken gehalten wird, kippt in einer halb leeren.
Daraus folgt die Kennzeichnung. Jedes Teil bekommt Ihren Namen und die Zieladresse, dazu eine laufende Nummer, und dieselben Nummern stehen auf einer Stückliste, die Sie behalten. Lose Einzelteile werden gebündelt, Schrankplatten paarweise zu einem Paket gewickelt, Schubladen leer und zugeklebt, Beschläge in Beuteln am Teil befestigt. Offene Behälter gehen nicht mit: kein Wäschekorb, keine Tüte, keine Kiste ohne Deckel. Was darin liegt, liegt nach dreihundert Kilometern irgendwo anders.
Gezählt wird zweimal. Beim Abholen gehen wir die Liste mit Ihnen durch und quittieren die Stückzahl, am Zielort wird sie bei der Lieferung wieder abgezählt. Das klingt umständlich und ist der einzige Weg, auf dem eine Lücke sofort auffällt statt beim Auspacken drei Wochen später. Für Polster und Matratzen nehmen wir bei dieser Art Fahrt Folie statt Decken, weil Decken mit dem Wagen zurückkommen und die Ladung erst am Ziel wieder angefasst wird.
Wie ein Stück für die Sammelfahrt vorbereitet ist
- Jedes Teil einzeln beschriftet mit Namen und Zieladresse
- Durchnummeriert, dazu eine Stückliste auf Papier
- Keine offenen Behälter, keine Tüten, keine losen Einzelteile
- Schrankplatten paarweise mit Folie zu einem Paket verbunden
- Ecken und Kanten geschützt, Polster in Folie statt in Decken