Wann sich der eigene Wagen wirklich lohnt
Ein Transporter kostet bei den Verleihern am Niederrhein für einen Tag grob zwischen sechzig und hundert Euro, dazu Kraftstoff und die Kaution. Wer ihn ohnehin für andere Fahrten braucht oder den Umzug über zwei Tage streckt, fährt damit günstiger als mit unserem Wagen.
Rechnet man dagegen eine einzelne Fuhre innerhalb von Moers, ist der Unterschied klein: Unser Kofferwagen samt zwei Kräften kostet ab 69 € je Stunde, zwei Kräfte allein ab 44 € je Stunde. Die Differenz von gut zwanzig Euro je Stunde deckt bei einem Vormittagseinsatz die Mietwagenkosten kaum.
Was wir auch ohne Wagen dabeihaben
Möbeldecken, Spanngurte, Rollbretter, Tragegurte und Kantenschutz kommen mit, auch wenn der Wagen Ihrer ist. Für das Beladen ist das wichtiger als der Wagen selbst: Eine Ladung, die nicht gesichert ist, verrutscht an der ersten Kreuzung.
Was wir nicht ersetzen können, ist die Ladefläche. Ein Transporter aus dem Baumarktverleih hat oft keine Zurrösen in der Höhe und keine Trennwand - dann stapeln wir niedriger und fahren lieber zweimal.
Dasselbe gilt für den Boden. Eine glatte Kunststoffwanne ohne Holzaufbau lässt Kartons bei jedem Bremsen wandern, deshalb kommt bei solchen Wagen eine Decke unter die erste Reihe. Fehlt die Trennwand hinter dem Fahrerhaus, bleibt dort ein halber Meter frei, damit nichts in die Kabine kippt. Das kostet Laderaum, und genau deshalb sagen wir vorher, welche Größe Sie mieten sollten.
- Möbeldecken in ausreichender Zahl
- Spanngurte und Zurrmittel
- Rollbretter für Schränke und Waschmaschinen
- Tragegurte für schwere Einzelstücke
Nur beladen, nur entladen oder beides
Viele buchen uns nur für eine Seite: Wir beladen in Moers, Sie fahren, und am Ziel helfen Freunde. Oder umgekehrt - Sie packen selbst, und wir sind am Ziel da, wenn der Wagen ankommt.
Beides geht, und beides wird nach Zeit vor Ort abgerechnet. Bei zwei getrennten Einsätzen gilt die Zweistundenregel allerdings zweimal, weil es zwei Anfahrten sind.
Besonders häufig ist diese Aufteilung bei Umzügen aus Moers heraus. Wer nach Köln zieht, fährt die 71,4 Kilometer durchgehend über die A57 und ist in 54 Minuten dort; abgeladen wird am Ziel von Freunden. Gebraucht werden dann nur zwei Kräfte für den Vormittag hier, und die teuerste Stunde des Tages, nämlich die mit Wagen und voller Mannschaft, fällt gar nicht an.
Wie ein Tag mit gemietetem Wagen zeitlich aufgeht
Der häufigste Fehler steckt in der Uhrzeit. Der Wagen wird um neun abgeholt, die Kräfte sind um neun bestellt, und dann stehen zwei Leute eine halbe Stunde in der Einfahrt, weil die Ausgabe beim Verleiher Zeit braucht: Vertrag, Kaution, Rundgang um das Fahrzeug, Fotos von jeder Schramme. Diese halbe Stunde bezahlen Sie als Arbeitszeit, obwohl nichts getragen wurde. Bestellen Sie die Kräfte deshalb eine halbe Stunde nach der Abholung. Wenn Sie uns die Abholzeit nennen, rechnen wir diese Pufferzeit von selbst ein und stehen nicht zu früh in der Einfahrt.
Am Abend gilt dasselbe in umgekehrter Richtung. Zurückgegeben wird vollgetankt und mit gefegter Ladefläche, und die Station schließt oft früher, als es im Mietvertrag zu stehen scheint. Wer den Wagen bis achtzehn Uhr abgeben muss, darf um sechzehn Uhr nicht erst den Keller anfangen. Nennen Sie uns diese Uhrzeit bei der Anfrage, dann richten wir den Einsatz daran aus und sagen Ihnen, wann der letzte Gang spätestens laufen muss.
Dazwischen liegt der Teil, der sich sauber planen lässt: beladen, fahren, entladen. Für eine Zweizimmerwohnung mit kurzer Strecke innerhalb der Stadt sind das drei bis vier Stunden mit zwei Kräften. Wer den Wagen schon am Vorabend holt, verschiebt die ganze Kette um einen Tag nach vorn und hat den Morgen frei für das Beladen.
Zwei Posten des Mietvertrags gehen uns dabei nichts an und sollen es auch bleiben: die Kaution und die Selbstbeteiligung an der Fahrzeugversicherung. Beides steht auf Ihren Namen, und gefahren wird von Ihnen. Darum lohnt der Rundgang vor der Abfahrt: jede vorhandene Schramme fotografieren, den Stand des Kraftstoffs notieren, die Höhe des Fahrzeugs ablesen und sich merken. Letzteres ist am Niederrhein wichtiger als gedacht, denn die Höhe steht meist im Fahrerhaus und nicht im Vertrag. Zwei Zahlen sollten Sie außerdem im Kopf haben, bevor Sie losfahren: die erlaubte Nutzlast und die Länge des Fahrzeugs. Die erste entscheidet darüber, ob Sie legal unterwegs sind, die zweite darüber, ob Sie in der Siedlungsstraße am Zielort überhaupt noch wenden können.
Der Ablauf in der Reihenfolge, in der er aufgeht
- Wagen holen, Vertrag und Rundgang: rund eine halbe Stunde einplanen
- Kräfte kommen zur abgesprochenen Uhrzeit an die Wohnung
- Beladen, Fahrt zur zweiten Adresse, Entladen
- Kräfte gehen, Ladefläche fegen, Kraftstoff auffüllen
- Rückgabe deutlich vor Schluss der Station