Neukirchen und Vluyn sind zwei Orte in einem Namen
Der Doppelname ist kein Zierrat. Die beiden Orte waren bis 1975 getrennte Gemeinden und sind es im Ortsbild geblieben: zwei Zentren, zwei gewachsene Kerne, dazwischen Felder und Gärten. Für einen Umzug heißt das, dass eine Anschrift in Neukirchen und eine in Vluyn zwei verschiedene Anfahrten sind, auch wenn auf dem Briefkopf derselbe Ortsname steht.
Rund 27.000 Menschen leben in der Gemeinde, die zum Kreis Wesel gehört. Wer innerhalb des Ortes umzieht, also etwa vom einen Teil in den anderen, hat eine Fahrt von wenigen Minuten vor sich. Diese Minuten rechnen wir als das, was sie sind, und planen sie nicht als Transportstrecke ein. Zwei Fuhren mit dem kleinen Wagen sind in so einem Fall häufig günstiger als eine mit dem großen.
Beim Erfassen des Auftrags fragen wir deshalb nicht nach dem Ort, sondern nach der Straße. Davon hängt ab, welches Fahrzeug kommt und wie viele Hände mitfahren.
Die Bergmannssiedlung und das freistehende Haus daneben
Die Zeche Niederberg förderte hier bis 2001, und wie überall am linken Niederrhein hat sie eine Siedlung hinterlassen: zweigeschossige Zeilen, Backstein, kleine Vorgärten, Treppenläufe mit einer Wendung schon im ersten Geschoss. Dort ist der Transporter mit zwölf Kubikmetern die richtige Wahl, er kostet ab 41 € je Stunde. Der Weg vom Bordstein zur Haustür ist in diesen Straßen kurz, die Treppe dahinter ist das Nadelöhr.
Ein paar Straßen weiter sieht es völlig anders aus. Große Teile der Gemeinde bestehen aus freistehenden Häusern der Nachkriegsjahrzehnte, jedes mit eigener Einfahrt und eigenem Stellplatz. Dort ist der Standplatz praktisch nie ein Thema: Das Fahrzeug fährt auf das Grundstück, und zwischen Ladebordwand und Türschwelle liegen zehn Schritte.
Das Treppenhaus bleibt trotzdem die Stelle, an der Zeit verloren geht. Auch ein Haus aus den sechziger Jahren hat ein Podest, auf dem ein Sofa gedreht werden muss. Wir fragen vorab nach Geschoss, Treppenbreite und den drei schwersten Stücken. Daraus ergibt sich, ob zwei Kräfte reichen oder eine dritte dazukommt, die ab 23 € je Stunde kostet.
Warum sich hier auch der kleine Auftrag rechnet
Zwölf Minuten Anfahrt sind der Grund, warum in Neukirchen-Vluyn Aufträge möglich sind, die bei weiter entfernten Zielen keinen Sinn ergeben. Ein Schlafzimmerschrank, der in die Wohnung der Tochter soll. Eine Waschmaschine aus dem Keller in die erste Etage. Drei Zimmer Teppichboden, die herausmüssen. In zwei Stunden ist so etwas erledigt, und die Fahrt frisst von diesen zwei Stunden nichts auf.
Die zwei Stunden sind die kleinste Buchung, nicht die übliche Länge. Danach läuft die Abrechnung viertelstundengenau weiter. Schreiben Sie uns über das Formular, was zu tragen ist, dann sagen wir im Rückruf, ob es in zwei Stunden passt oder ob wir besser drei ansetzen.
Umgekehrt gilt dasselbe: Geht es schneller als gedacht, steht die kürzere Zeit auf der Rechnung. Eine Stunde, die nicht gearbeitet wurde, wird nicht berechnet.
Der Standplatz vor dem Haus und die Meter, die er spart
In den Siedlungszeilen parken die Anwohner beidseitig, abends und am Wochenende besonders dicht. Hier hilft nichts so viel wie ein kurzes Gespräch mit zwei Nachbarn am Vortag, damit der Platz unmittelbar am Hauseingang bis zum Mittag leer bleibt. In diesen Straßen ist das bisher immer ohne Weiteres gelungen.
Vor den freistehenden Häusern ist es umgekehrt: Dort passt auch ein großes Fahrzeug auf die Einfahrt, aber nicht jede Einfahrt ist breit genug, und manche hat ein Tor. Ein Foto der Zufahrt, mit dem Formular geschickt, klärt diese Frage in einer Minute und erspart am Umzugstag eine Viertelstunde Rangieren.
Muss eine Fläche an der Straße behördlich freigehalten werden, klären wir vorher mit Ihnen, was dafür nötig ist. Was eine Behörde dafür verlangt, erscheint in genau dieser Höhe auf der Rechnung; wir verdienen daran nichts.
Ein zweiter Punkt betrifft die Gärten hinter den Zeilenhäusern. Wer Gartenmöbel, Geräte oder Pflanzkübel mitnehmen möchte, sagt das besser vorher. Diese Stücke sind sperrig und dabei leicht, sie gehören auf der Ladefläche ganz nach oben, und wenn sie unangekündigt im Hof stehen, muss die halbe Fuhre noch einmal umgestapelt werden.
Was wir vor dem Termin wissen wollen
Mehr brauchen wir nicht, um eine Zahl zu nennen, die hinterher stimmt. Alles Weitere, also Kartonzahl, Material und Abbau, lässt sich im Rückruf in wenigen Sätzen klären.
Was danach passiert, ist in einem Nachbarort einfacher als bei weiten Fahrten: Wir bestätigen den Termin schriftlich, kommen zur vereinbarten Zeit und beginnen mit dem Abdecken der Treppe, nicht mit dem ersten Karton.
Zwei Dinge fragen wir zusätzlich, wenn das Ziel ein freistehendes Haus ist: ob ein Gartentor auf dem Weg liegt und ob der Keller über eine Außentreppe erreicht wird. Beides kommt in dieser Gemeinde oft vor und verändert die Reihenfolge, in der geladen wird.
Vier Angaben, und die Stundenzahl steht
- Straße und Ortsteil, also Neukirchen oder Vluyn
- Geschoss an beiden Anschriften und ob ein Treppenlauf eine Wendung hat
- Die drei schwersten Stücke, die mitkommen
- Ob ein Fahrzeug von uns kommen soll oder Sie selbst fahren