Der Unterschied zum Möbelpacker
Ein Möbelpacker zerlegt, verpackt, trägt und baut wieder auf. Ein Möbelträger trägt - mehr nicht, und deshalb kostet er weniger. Wer Zeit hat und selbst schraubt, spart mit dieser Aufteilung spürbar.
Die Rechnung ist einfach: Abbau und Aufbau eines Dreitürers kosten zusammen gut eine Stunde Montagekraft zu ab 27 € je Stunde. Wer das selbst macht, zahlt diese Stunde nicht. Was nicht geht: zerlegen lassen und nicht aufbauen lassen - dann steht am Ziel ein Haufen Platten.
Was wir brauchen, damit es schnell geht
Alles, was getragen werden soll, steht bereit: Kartons geschlossen und beschriftet, Möbel zerlegt, Platten gestapelt, Beschläge in Beuteln am Teil. Wege frei, Türen ausgehängt, wo es eng wird.
Was den Einsatz am meisten verzögert, ist nicht Gewicht, sondern Suchen. Wenn der Helfer fragen muss, ob die Kiste mitkommt, kostet das bei achtzig Kisten eine Stunde.
- Kartons geschlossen, beschriftet, gestapelt
- Möbel zerlegt, Platten an der Wand
- Was nicht mitkommt, in einem eigenen Raum
- Flure frei, Teppiche aufgerollt
Was wir trotzdem mitbringen
Tragegurte für schwere Einzelstücke, Rollbretter für Schränke und Waschmaschinen, Decken für die Treppenkanten und Kantenschutz für die Türzargen. Das gehört zur Arbeit und steht nicht auf der Rechnung.
Was wir nicht mitbringen, wenn nur getragen wird: Werkzeug. Wer doch noch eine Schraube gelöst haben will, bucht die Montagekraft dazu - oder wir holen den Koffer aus dem Wagen, dann läuft die Zeit normal weiter.
Ein kleiner Satz eigenes Werkzeug im Flur lohnt sich deshalb. Türstifte heraustreiben, einen Griff abschrauben, einen Möbelfuß abdrehen: Jeder dieser Handgriffe dauert zwei Minuten und entscheidet manchmal darüber, ob ein Stück durch die Zarge geht. Liegen Schraubendreher und Hammer bereit, ist das nebenbei getan. Liegt nichts bereit, wird aus zwei Minuten ein Gang zum Wagen und zurück, und zwar bei laufender Zeit. Zwei Minuten mit dem Schraubendreher ersparen auf diese Weise manchmal einen zweiten Anlauf über die Treppe, und der kostet erheblich mehr als zwei Minuten.
Der Weg vom Zimmer zum Wagen und was der Untergrund verlangt
Getragen wird nur ein Teil der Strecke. Der Rest wird gerollt, und was wo rollt, hängt am Boden. Ein Rollbrett braucht glatten, trockenen Untergrund und verträgt keine Schwelle: Zwei Zentimeter Erhöhung an einer Zimmertür halten einen Schrank auf, der eben noch von allein lief. Teppich bremst, alte Dielen federn, und die Fliesen im Hausflur sind nach Regen die rutschigste Fläche des ganzen Weges, weil jeder Gang Wasser hineinträgt.
Draußen wechselt der Untergrund noch einmal. Plattenwege mit breiten Fugen, Kopfsteinpflaster in den Vorgärten der Zechenzeilen, Rasen, Schotter, dazu der Bordstein: Eine Sackkarre mit Luftreifen rollt darüber, eine mit harten Rädern bleibt in jeder Fuge stehen. Auf nassem Rasen wird nicht gerollt, dort sinkt jedes Rad ein, und ein Gerät mit achtzig Kilogramm kippt dabei zur Seite. Der Umweg über den befestigten Weg ist dann der kürzere, auch wenn er zehn Meter länger ist.
Deshalb beginnt ein Trägereinsatz mit einem Rundgang von fünf Minuten, vom Stück bis zur Hecktür des Wagens. Dabei wird festgelegt, wo gerollt und wo getragen wird, welche Tür mit einem Keil offen bleibt und an welcher Stelle abgesetzt werden kann, falls es nötig wird. Diese fünf Minuten erscheinen auf der Rechnung und sparen auf einem Weg mit vierzig Gängen ein Vielfaches davon ein.
Womit wir auf welcher Strecke arbeiten
- Rollbrett: nur auf glattem, trockenem Boden ohne Schwelle
- Sackkarre: für Geräte und hohe Kartonstapel auf festem Weg
- Tragegurte: auf jeder Treppe und über jede Schwelle
- Türkeile: damit Haus- und Wohnungstür ohne Hand offen bleiben
- Decken: unter das Stück, wo auf halbem Weg abgesetzt wird
- Kantenschutz: an jede Zarge, durch die ein breites Stück geht