Wann der kleine Wagen der schnellere ist
Es klingt widersinnig, aber oft stimmt es: Zwei Fuhren mit dem Transporter gehen schneller als eine mit dem Kofferwagen, wenn der große Wagen hundert Meter entfernt parken muss. Zwanzig Meter Trageweg je Stück summieren sich bei hundertfünfzig Gängen auf drei Kilometer zu Fuß.
Innerhalb von Moers ist die zweite Fuhre billig: Von Repelen nach Schwafheim sind es keine zehn Minuten, von Kapellen nach Asberg kaum mehr. Erst bei einem Umzug nach Krefeld oder Düsseldorf kippt die Rechnung zugunsten des größeren Wagens.
Was in zwölf Kubikmeter hineingeht
Eine Einzimmerwohnung passt vollständig hinein, eine Zweizimmerwohnung knapp nicht. Als Faustzahl: fünfzehn Kubikmeter je Zimmer, bei vollen Kellern mehr. Zwölf Kubikmeter sind also ein Zimmer plus Küche, oder eineinhalb Zimmer ohne Keller.
Wer unsicher ist, zählt die Kartons: Zehn Umzugskartons sind knapp ein Kubikmeter. Dreißig Kartons, ein Bett, ein Schrank und ein Sofa liegen bei rund zehn Kubikmetern - das passt.
Neben dem Volumen steht eine zweite Grenze, die häufiger erreicht wird: die Nutzlast. Ein Kastenwagen dieser Klasse darf oft nur rund eine Tonne zuladen, und eine Tonne ist schneller voll als zwölf Kubikmeter. Vierzig Bücherkisten mit je zwanzig Kilogramm sind achthundert Kilogramm, und daneben stehen dann noch Waschmaschine und Werkzeugkiste. Bei Büchern, Werkzeug und Steinzeug teilen wir die Ladung deshalb auf zwei Fuhren auf, selbst wenn der Laderaum nach Raummaß ausreichen würde.
- Einzimmerwohnung komplett: passt
- Zweizimmerwohnung: zwei Fuhren oder Kofferwagen
- WG-Zimmer samt Keller: passt mit Luft
- Dreizimmerhaus: nicht sinnvoll, dann Kofferwagen
Die Zufahrten in den Moerser Siedlungen
Die Zechensiedlungen wurden für Fußgänger und Fahrräder gebaut, nicht für Umzugswagen. Viele Stichstraßen enden in einer Wendeschleife, die für Fahrzeuge bis etwa sechs Meter ausgelegt ist. Der Transporter kommt dort durch, der Kofferwagen muss an der Einmündung bleiben.
Sagen Sie uns am Telefon die Straße. Wir kennen die Lagen und sagen Ihnen vorher, welcher Wagen passt - statt am Umzugstag festzustellen, dass umgeladen werden muss.
Höhe, Breite und Spiegel: woran ein Wagen hängenbleibt
Nicht die Länge stoppt einen Umzugswagen am häufigsten, sondern die Höhe. Ein Kastenwagen mit zwölf Kubikmetern liegt je nach Aufbau zwischen zwei Meter fünfzig und zwei Meter achtzig, und damit scheidet jede Tiefgarage aus, die bei zwei Metern begrenzt ist. Dieselbe Frage stellen die Toreinfahrten der alten Siedlungszeilen, ein Carport, ein Vordach über dem Hof und die Äste über einer Stichstraße, die im Sommer mit dem Laub tiefer hängen als im Winter.
Dann die Breite, und hier zählt ein Maß, das in keinem Fahrzeugschein steht: Über die ausgeklappten Spiegel ist der Wagen auf jeder Seite gut zwanzig Zentimeter breiter als über die Karosserie. Wo in Meerbeck beidseitig geparkt wird, bleiben zwischen den Spiegeln der stehenden Autos oft keine zweieinhalb Meter. Die eigenen Spiegel anzulegen hilft beim Durchfahren und nimmt genau die Sicht, die beim Rückwärtsfahren gebraucht wird.
Deshalb fahren wir in enge Stichwege rückwärts hinein und vorwärts wieder heraus, und dabei steigt die zweite Kraft ab und weist ein. Zwei Minuten langsames Einweisen sind billiger als ein Kratzer an einem parkenden Auto und deutlich billiger als der Versuch, am Ende der Straße doch noch zu wenden. Nennen Sie uns bei der Anfrage die Durchfahrtshöhe, wenn irgendwo eine Zahl angeschrieben ist. Diese eine Angabe entscheidet öfter über das Fahrzeug als die Wohnungsgröße.
Angaben zur Zufahrt, die das Fahrzeug bestimmen
- Durchfahrtshöhe von Tor, Vordach oder Tiefgarage, wenn angeschrieben
- Freie Fahrspur zwischen den parkenden Autos, grob geschätzt
- Gibt es einen Hof, und ist er von zwei Seiten befahrbar
- Hängen Äste, Leitungen oder Markisen über der Zufahrt
- Steht ein Poller, eine Kette oder eine Schranke im Weg