Verwaltung sagt Nachbarschaft, die Landkarte sagt Brücke
Auf dem Papier ist das ein Umzug im eigenen Kreis. Beide Städte gehören zum Kreis Wesel, die Zuständigkeiten bleiben dieselben, und wer sich ummeldet, hat es mit derselben Kreisverwaltung zu tun wie vorher. Der Weg dorthin führt aber über den Rhein, und das macht aus 27,3 Kilometern 27 Minuten.
Oberhausen liegt näher und ist schneller erreicht, obwohl der Unterschied auf dem Tacho nur knapp drei Kilometer beträgt. Schuld ist die B8 im letzten Drittel: Ortsdurchfahrten, Ampeln, Tempo fünfzig. Für die Stundenrechnung heißt das eine knappe Viertelstunde mehr je Richtung, und bei zwei Fuhren eben eine halbe.
Wir planen die Fahrten deshalb anders als nach Oberhausen. Eine Fuhre, dafür der größere Wagen, und wenn es doch zwei werden, liegt die zweite früh am Nachmittag statt am späten. Was am Ende auf der Rechnung steht, ist die Zeit vor Ort und auf der Straße, viertelstundengenau.
Zwei Zechensiedlungen, eine Treppenhausfrage
Dinslaken hat denselben Bruch in der Geschichte wie Moers: Die Zeche ist weg, die Siedlung steht. Auf dem Gelände der Zeche Lohberg liegt heute der Bergpark, und drumherum reiht sich der Wohnungsbau der Bergbauzeit, zweigeschossig und in langen Zeilen, wie in Meerbeck oder Utfort.
Das ist für die Planung ein Geschenk, weil beide Enden der Strecke gleich gebaut sind. Wir wissen vorher, was uns erwartet: eine Treppe mit kleinen Antrittsstufen, eine Wendung, ein Flur, in dem ein Sofa nur hochkant um die Ecke kommt. Nach Lastenaufzügen muss hier niemand fragen, es gibt keine.
Praktisch folgt daraus die Besetzung. Für Kartons und Kleinteile reicht eine Kraft, ab 23 € je Stunde. Sobald Schrank, Waschmaschine oder Bettkasten dabei sind, gehen zwei ans Werk, ab 44 € je Stunde, weil ein kippendes Stück Treppenhaus und Träger ruiniert. Wo der Schrank nicht durchgeht, wird er abgebaut und oben wieder zusammengesetzt; dafür kommt die Montagekraft, ab 27 € je Stunde.
Lohberg, Hiesfeld und die Stadtmitte
Die Stadtmitte von Dinslaken ist kleinteilig: Altbauten mit Läden im Erdgeschoss, schmale Nebenstraßen, Lieferzonen, die morgens belegt sind. Hier entscheidet sich der halbe Tag an der Frage, wo der Wagen stehen darf, und die klären wir vor dem Termin, nicht am Umzugsmorgen.
Im Norden um Lohberg sieht es anders aus. Die Zeilen haben Vorgärten, hinter den Häusern liegen Gärten, und die Straßen sind breit genug für ein Fahrzeug über sieben Meter. Dafür ist der Weg von der Straße bis zur Haustür länger als in der Innenstadt, und jeder Meter zählt auf der Uhr mit.
In Hiesfeld und an den Rändern der Stadt dominieren Einfamilienhäuser mit eigener Zufahrt. Dort steht der Wagen auf dem Grundstück, der Trageweg ist kurz, und ein Umzug aus einer Moerser Siedlungswohnung in so ein Haus ist meistens die schnellere Richtung: Beim Ausladen gibt es keine fremde Treppe mehr.
Woran der Tag hängt: die Fläche vor dem Haus
Wir bitten vor jedem Termin darum, die Parkfläche vor beiden Häusern freizuhalten, notfalls mit zwei freundlichen Zetteln an den Nachbarautos. Das kostet nichts und spart mehr Zeit als jede andere Vorbereitung. Ist die Straße zugeparkt, bleibt nur der nächste freie Platz, und der liegt in einer Zeilensiedlung schnell vierzig Meter weiter.
Steht am Zielort noch nicht alles bereit, weil der Vormieter später auszieht, lagern wir die Ladung zwischen. Ein Abteil mit zehn Kubikmetern kostet ab 10 € am Tag, die Fahrt dorthin und zurück ab 72 € je Fahrt. Wo das Lager steht, spielt für Sie keine Rolle; abgeholt und gebracht wird von uns.
Soll die alte Wohnung besenrein zurückgehen, nehmen wir Reste gleich mit. Geräumt wird nach Rauminhalt, ab 27 €; eine Einbauküche aus- und am neuen Ort wieder einzubauen kostet ab 208 €, den Anschluss an Gas, Strom und Wasser macht der Installateur.